Informationen zur aktuellen Situation:Wenn die Kanzlerin zu Corona spricht, ist Deutschland an den Endgeräten

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Die aktuellen Herausforderungen rund um die Corona-Thematik beeinflussen das Privat- und Berufsleben von Millionen Menschen. Viele Kunden befinden sich zuhause, arbeiten im Homeoffice, betreuen ihre Kinder oder sind über das Netz mit ihren Schulen und Universitäten in Kontakt. Dem O2 Netz kommt für das gestiegene Informations- und Kommuni­ka­tions­bedürfnis­ der Menschen in diesen Zeiten nochmal eine ganz besondere Rolle zu. Mehr denn je sind wir auf die mobile Vernetzung angewiesen.
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Die Menschen setzen in dieser herausfordernden Zeit stark auf Orientierung und Informationen.
Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen gelten vorerst bis 3. Mai. Wie sieht die Auslastung in unserem O2 Netz nach fast anderthalb Monaten mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit aus? Michael Horn: Die Netzauslastung ist seit Ende März unverändert: Die Netzauslastung hat sich nach dem starken Anstieg Mitte März stabilisiert, ist aber weiterhin auf einem höheren Niveau als vor den Corona-Auswirkungen. Unsere Kunden befinden sich vorwiegend zuhause, wo sie per Festnetz deutlich mehr Daten nutzen als bisher. Zudem telefonieren sie viel mehr und ausführlicher über unser O2 Mobilfunk- und Festnetz. Was wir allerdings sehr deutlich sehen: Deutschland wartet auf Informationen darüber, wie es in den kommenden Wochen weitergeht! Das zeigt ein ungewöhnlicher Ausschlag in unserer sonst sehr homogenen Netzauslastung. Am 15. April hat sich unsere Bundeskanzlerin mit den zuständigen Ministern getroffen, um über die nächsten Schritte zu beraten. Am frühen Abend gab es eine Pressekonferenz, in der wir erfahren haben, wie es nach dem 19. April in Deutschland weitergehen sollte. Unsere Netzdaten zeigen, dass sich unsere Kunden stark für diese Pressekonferenz und die Neuigkeiten an diesem Tag interessiert haben. In der Zeit von 17 bis 19 Uhr ist die Datennutzung im Vergleich zu anderen Tagen deutlich in die Höhe geschossen. Die Menschen saßen vor ihren Bildschirmen, um die Pressekonferenz via Streaming zu verfolgen oder die neuesten News-Updates zu lesen. Nach der Konferenz von Kanzlerin und Ministern ging dann die mobile Telefonie von 19 bis 20 Uhr in die Höhe – unsere Kunden tauschten sich mit Familie, Freunden oder Geschäftspartnern über die Neuigkeiten aus. Da lässt sich fast sagen: Wenn die Kanzlerin über die Corona-Maßnahmen spricht, sitzen die Menschen an ihren Endgeräten und lassen unser Netz glühen. Dieser Effekt belegt, dass die Menschen in dieser herausfordernden Zeit natürlich stark auf Orientierung und Information setzen.
Veränderungen in der Netzauslastung, während Kanzlerin Angela Merkel über Corona spricht.
Lässt sich also sagen, dass die aktuelle Nachrichtenlage für unsere Kunden mehr denn je von Bedeutung ist? Michael Horn: Auf jeden Fall. Wir alle wollen wissen, wie es persönlich und beruflich weitergeht. Aus diesem Grund haben wir ja bereits im März für alle O2 Privat- und Geschäftskunden sowie für weitere Eigen- und Partnermarken von Telefónica Deutschland die Surfgeschwindigkeit nach Verbrauch des inkludierten Datenvolumens erhöht. Wir haben früh gemerkt, dass eine Sicherung der Grundkommunikation für unsere Kunden aktuell enorm wichtig ist – und mit unserer Maßnahme entsprechend Verantwortung gegenüber unseren Kunden übernommen. Darauf bin ich als Teil des Unternehmens auch sehr stolz. Der Erfolg bestätigt uns, dass diese Maßnahme von unseren O2 Kunden wirklich intensiv genutzt wird und sie in dieser Zeit sinnvoll im Alltag unterstützt. Ein Blick in unsere Netzzahlen zeigt, dass sich der Datenverkehr nach Verbrauch des inkludierten Highspeed-Volumens verfünffacht hat. Aufgrund der anhaltenden Ausgangsbeschränkungen – und weil diese Maßnahme so gut von unseren Kunden angenommen wird – haben wir die Aktion nun vorläufig bis 31. Mai 2020 verlängert. Damit können unsere Kunden weiterhin alle wichtigen Internetanwendungen unbegrenzt nutzen, bleiben jederzeit über aktuelle Entwicklungen informiert und stets digital vernetzt mit Familie, Freunden und Geschäftspartnern – und zwar über alle Bundesländer hinweg. Denn hier gibt es ja zum Teil Unterschiede bei den Ausgangsbeschränkungen und Reiseregelungen. Das stimmt. In den meisten Bundesländern gibt es ein Kontaktverbot, in Bayern jedoch beispielsweise eine etwas striktere Ausgangsbeschränkung. Spiegeln sich diese Unterschiede eigentlich auch in der Netzauslastung und dem Nutzungsverhalten unserer Kunden wider? Michael Horn: Wir sehen schon, dass sich das Nutzungsverhalten in Bayern über alle Bundesländer hinweg am deutlichsten geändert hat. Der Umfang der Telefonate sowie die mittlere Gesprächsdauer sind bei unseren bayerischen Kunden im Vergleich zu anderen Ländern am stärksten angestiegen. Das könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Menschen aufgrund der strikteren Ausgangsregelungen umso mehr auf die digitale Vernetzung von zuhause aus setzen, um mit ihren Liebsten oder ihren beruflichen Kontakten in Verbindung zu bleiben. Auf der anderen Seite sehen wir signifikante Veränderungen in einigen ostdeutschen Bundesländern wie Brandenburg oder Sachsen-Anhalt. In diesen beiden Bundesländern ist beispielsweise die mobile Datennutzung angestiegen – im Gegensatz zum bundesweiten Trend. Denn grundsätzlich hat die Nutzung zuletzt leicht abgenommen, da die meisten Menschen zuhause sind und dort ihren Festnetzanschluss nutzen. In diesen Bundesländern sehen wir, dass unser Mobilfunknetz häufiger als vollständiger Festnetzersatz genutzt wird. Dadurch steigt die Mobilfunknutzung hier auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen stärker an.

6. April: Mehr Information per Mobilfunk, mehr Entertainment übers Festnetz

Unsere Kunden setzen deutlich stärker auf Information.
Die aktuelle Einschränkung des persönlichen Austauschs hat einen starken Einfluss auf das Informations-, Kommunikations- und Nutzungsverhalten von Kunden. Welche digitalen Anwendungen sind ihnen in dieser Zeit am wichtigsten? Suchen sie Informationen oder wollen sie sich vor allem unterhalten lassen? Die Netzexperten von Telefónica Deutschland sind diesen Fragen einmal genauer nachgegangen. Sie haben herausgefunden, dass insbesondere im Mobilfunknetz die Nutzung von inhaltlich relevantem Content deutlich ansteigt. Für die Analyse haben sich die Experten die Netzauslastung anhand der insgesamt übertragenen Datenmenge in Richtung bestimmter Server (Peerings) angeschaut. Rückschlüsse auf das Nutzungsverhalten von einzelnen Kunden sind dadurch nicht möglich. Michael Horn, Head of Service Quality Management im Netzbereich von Telefónica Deutschland, zieht ein Fazit. Ihr habt euch die Entwicklungen des Nutzungsverhaltens im Mobilfunk- und Festnetz ausführlich angeschaut. Was ist euch dabei aufgefallen? Michael Horn: Wir sehen ein geändertes Nutzungsverhalten im Mobilfunknetz. Dieser spannende Effekt geht auf die aktuelle Situation zurück: Unsere Kunden setzen deutlich stärker auf Information. Die Nutzung von Messaging-Diensten hat insgesamt spürbar zugenommen, der gestiegene Informations- und Kontaktbedarf ist deutlich erkennbar. Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden in dieser herausfordernden Zeit untereinander noch mehr Nachrichten sowie interessanten und relevanten Content austauschen, beispielsweise über die üblichen Apps wie WhatsApp oder Facebook Messenger. Im Verhältnis dazu ist Streaming im Mobilfunknetz zurückgegangen. Einen noch deutlicheren Zuwachs erkennen wir beim Surfen im Internet, also beim klassischen Webbrowsing über unser O2 Mobilfunknetz. Der bundesweite HTTP-Verkehr hat sich beinahe verdoppelt. Auch das geht sicherlich auf den hohen Informationsbedarf unserer Kunden zurück, die regelmäßig die Neuigkeiten der Gesundheits- und Nachrichtenseiten abrufen. Der Anteil von Musik- und Videostreaming geht also im Mobilfunknetz leicht zurück? Wie lässt sich das erklären? Michael Horn: Ja, zumindest in Relation zu anderen Nutzungsszenarien wie Webbrowsing oder Messaging wird der Anteil kleiner. Kunden wollen aktuell mehr Informationen und das möglichst ausführlich. Das gilt auch für die Kunden, die derzeit noch beruflich unterwegs sind. Verstärkend kommt hinzu: Viele Kunden sind zuhause und nutzen für ihre datenintensiven Anwendungen das Festnetz. An einem normalen Werktag wäre etwa Musikstreaming – beispielsweise über Spotify – sicher eine der beliebtesten Anwendungen auf dem Weg zur Arbeit. Das fällt nun für einen Großteil der Kunden weg. Das Streaming verlagert sich ins Festnetz. Für uns sind die Entwicklungen im Mobilfunknetz eine wichtige Bestätigung: Um den gestiegenen Informations- und Kommunikationsbedarf unserer Mobilfunkkunden sicherzustellen, haben wir von Telefónica Deutschland die Surfgeschwindigkeit nach Verbrauch des inkludierten Datenvolumens für alle Kunden unserer Marken und Partnermarken vorübergehend hochgesetzt. Wir sehen, dass dies von unseren Kunden stark genutzt wird.
Wie sieht es generell mit dem Nutzungsverhalten im Festnetz aus? Michael Horn: Da viele Kunden zuhause sind, läuft ein Großteil der Streaming-Aktivität über unser Festnetz. In der sogenannten „Busy Hour“, also der traditionell datenintensivsten Stunde im Festnetz von 20 bis 21 Uhr, nimmt Videostreaming über Netflix, Sky, YouTube & Co. weiterhin den unangefochtenen Spitzenplatz ein, obwohl viele Anbieter mittlerweile die Bitraten ihrer Videos drosseln. Zu dieser Zeit wollen sicherlich auch die berufstätigen Kunden abschalten und sich unterhalten lassen. Beispielsweise am vergangenen Freitag, wo der Streaminganbieter Netflix neue Serien bzw. Staffeln – wie etwa die vierte Staffel von Haus des Geldes – veröffentlichte. Das ließ den Netflix-Traffic spürbar nach oben gehen. Aufgrund der Video-Drosselung ist der Datenverkehr in Summe aber weiterhin niedriger. Außerdem steigt derzeit die Nutzung von VoIP-Telefonie und Video-Diensten wie beispielsweise Skype stark an. Das bedeutet, dass unsere Kunden ihre persönlichen Kontakte derzeit vor allem gerne hören und sehen möchten – parallel zu dem intensiveren Austausch von Textnachrichten. In Social Media wird auch viel von längeren Videokonferenzen unter Freunden berichtet, das spielt hier sicher mit rein. Darüber hinaus erkennen wir in der aktuellen Homeoffice-Situation insbesondere von 8 bis 17 Uhr eine deutlich gestiegene Nutzung von Anwendungen, die auf Arbeitstätigkeiten hinweisen. An den Netzknoten geht mehr Datenverkehr zu Zielen wie Microsoft, die mit Office 365 oder Teams diverse webbasierte Applikationen für den beruflichen Austausch betreiben.

31. März: Kunden telefonieren deutlich mehr ins Ausland

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Unsere Kunden telefonieren in dieser schwierigen Zeit deutlich häufiger und länger ins Ausland.
Das Corona-Virus verändert den Alltag von Millionen Menschen – nicht nur in Deutschland. In zahlreichen Ländern wurden Maßnahmen getroffen, um die weitere Ausbreitung zu verlangsamen. Dazu zählen Ausgangssperren und vorübergehend geschlossene Grenzen. Wie bleiben Menschen miteinander in Kontakt, die Familie, Freunde oder Geschäftspartner in anderen Ländern haben und diese vorerst nicht persönlich besuchen können? Wir haben uns die aktuellen Entwicklungen bei der internationalen Telefonie im Mobilfunk- und Festnetz in diesem Zusammenhang angeschaut. Telefonieren unsere Kunden jetzt mehr ins Ausland? In welche Länder wird besonders häufig telefoniert? Dazu haben wir mit unserem Netzexperten Michael Horn gesprochen. Wir wissen, dass unsere Kunden innerhalb Deutschlands aktuell deutlich häufiger und länger miteinander telefonieren. Doch wie sieht das länderübergreifend aus? Viele Kunden dürften Familie und Freunde in anderen Ländern haben – und persönliche Besuche sind derzeit nicht möglich. Michael Horn: Unsere Kunden bleiben in dieser schwierigen Zeit auch über Grenzen hinweg vernetzt. Sie telefonieren deutlich häufiger und länger ins Ausland. Das gilt für Mobilfunkkunden, aber umso mehr für unsere O2 DSL/Festnetzkunden. Das bestätigen uns die Informationen unserer Kollegen aus dem Carrier Management. Verglichen mit einer normalen Woche telefonieren unsere O2 Festnetzkunden in Spitzenzeiten derzeit anderthalbmal bis doppelt so viel ins Ausland. Die Anzahl der Minuten für Telefonate nach Spanien hat sich demnach beispielsweise verdoppelt. Aber auch Länder wie Italien und Frankreich verzeichneten Zuwächse um bis zu 75%. Ähnlich sieht es bei unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz aus sowie mit dem Vereinigten Königreich. Zudem verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg des Verkehrs in Länder wie Polen und Griechenland – bei diesen Ländern befindet sich das Telefonvolumen ohnehin auf einem sehr hohen Niveau. Damit unsere Kunden jederzeit mit ihren Gesprächspartnern im Ausland verbunden bleiben, läuft unser O2 Netz zur Hochform auf. Unsere Teams im Netz- und Carrier Management-Bereich haben die Verbindungspunkte zu den in- und ausländischen Betreibern fest im Blick. Sie sind kontinuierlich im Austausch mit den anderen Anbietern, um die Auslastung zu beobachten und entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Dazu zählen neue Routings, also der netzseitigen Vermittlung der Telefonate, und eine Ausweitung der zentralen Verbindungs- und Übergabepunkte zwischen den Netzbetreibern, den sogenannten Interconnections. Damit stellen wir für unsere Kunden eine hohe Sprachqualität und eine zuverlässige Erreichbarkeit bei Telefonaten ins Ausland sicher.
Welche Entwicklungen erkennen wir bei der internationalen Telefonie im Mobilfunkbereich? Michael Horn: Unsere Kunden telefonieren derzeit auch über ihren Mobilfunktarif mehr ins Ausland. Die Zuwächse sind jedoch nicht so groß wie im Festnetzbereich. Große Steigerungen verzeichnen wir beispielsweise für mobile Telefonate in die Schweiz, nach Polen oder nach Spanien.   Wie sieht es mit Telefonaten in außereuropäische Länder aus? Wir haben ja beispielsweise auch eine große deutsch-türkische Community. Michael Horn: Bei Telefonaten in die Türkei sehen wir ebenfalls große Zuwächse. Unsere Kunden telefonieren aktuell fast ein Drittel häufiger in die Türkei als zuvor. Bei eingehenden Telefonaten ist der Anstieg sogar noch deutlicher: Bei Telefonaten aus der Türkei ins deutsche O2 Festnetz sprechen wir von Zuwächsen um bis zu 70%. Das Interessante daran: Der Zuwachs gilt in diesem Fall nicht nur für Festnetzanschlüsse, sondern auch für unsere Mobilfunkkunden. Das führen wir darauf zurück, dass wir beispielsweise mit AY YILDIZ eine Marke betreiben, die sich mit ihren Angeboten und Tarifoptionen auf die Bedürfnisse der deutsch-türkischen Zielgruppe spezialisiert hat. Das wird nun umso intensiver genutzt. Und wenn wir mal auf die andere Seite des Atlantiks schauen: Wie steht es zum Beispiel um die Entwicklungen der Telefongespräche in die USA? Michael Horn: Der telefonische Austausch mit Kunden und Geschäftspartnern in den USA hat stark zugenommen. Aus unserem Festnetz telefonierten Kunden in Spitzenzeiten ungefähr anderthalbmal so viel in die USA wie zuvor. Die eingehenden Anrufe aus den Vereinigten Staaten haben sich zwischenzeitlich sogar fast verdoppelt. Aber im Vergleich zur Telefonie in europäische Länder sprechen wir hier natürlich über eine deutlich kleinere Gesamtsumme. Dennoch ist der Trend einer intensiveren grenzüberschreitenden Telefonie und Vernetzung weltweit sichtbar.

27. März 2020: Stabilisierung bei der Netzauslastung

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Weiterhin werden deutlich mehr Daten als an üblichen Werktagen vor der Corona-Situation genutzt.
Seit nunmehr zwei Wochen befindet sich ein Großteil der Kunden zuhause. Über das O2 Netz organisieren sie zuverlässig ihren privaten und beruflichen Alltag. Unser Netzexperte Michael Horn, Head of Service Quality Management im Netzbereich von Telefónica Deutschland, fasst die Entwicklungen der letzten Arbeitswoche (KW13) zusammen. Die Bundesnetzagentur hat in dieser Woche einen Leitfaden zur Regelung des Verkehrsmanagements in der aktuellen Corona-Situation entwickelt. Wie bewerten wir die Möglichkeit, dass wir als Netzbetreiber bei Bedarf einzelne Dienste wie Videostreaming drosseln könnten? Michael Horn: Ich möchte klar betonen, dass es sich hierbei lediglich um eine Option handelt, die uns als Netzbetreiber gegeben wird, sollte es wider Erwarten zu einer Überlastsituation im Netz kommen. Das ist kein Freibrief. Grundsätzlich begrüßen wir diesen Schritt, da er uns im Ernstfall eine zusätzliche Handlungsoption eröffnen würde. Wir befinden uns in regelmäßigem Austausch mit der Behörde und den anderen Netzbetreibern, um für alle Menschen einen reibungslosen Netzbetrieb in dieser herausfordernden Zeit sicherzustellen. Eine weitere hilfreiche Vorsorgemaßnahme war ja bereits die Reduzierung der Videoqualität aufseiten der großen Streaming-Anbieter. Aktuell sind unsere Netzkapazitäten weiterhin mehr als ausreichend dimensioniert, um die höhere Datennutzung unserer Kunden abzufangen. Unser O2 Netz läuft stabil und zuverlässig. Wie hat sich denn die Netzsituation in dieser Woche allgemein entwickelt? Michael Horn: Unsere Kunden nutzen im Festnetz immer noch deutlich mehr Daten als an üblichen Werktagen vor der Corona-Situation. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Netzauslastung aber nicht weiter gestiegen. Das führen wir vor allem darauf zurück, dass große Streaming-Anbieter wie Netflix, YouTube und Amazon Prime Video die Bitrate ihrer Videos seit dem letzten Wochenende drosseln, um die Netze nicht zu stark zu belasten. Dadurch werden rund ein Viertel weniger Daten für einen Videostream übertragen. Diese Reduzierung sehen wir unmittelbar in unseren Netzdaten. Die Datennutzung im Mobilfunknetz ist mit Blick auf einen „normalen“ Werktag unverändert. Und was die Telefonie betrifft, telefonieren unsere Kunden weiterhin fleißig über das Mobilfunk- und Festnetz mit ihren Familien, Freunden und beruflichen Kontakten. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass sich die temporäre neue Form des Arbeitens in Deutschland – nämlich überwiegend aus dem Homeoffice – nun weitgehend etabliert hat, sodass sich auch die Netzauslastung auf einem konstanten Niveau eingeschwungen hat. Viele Arbeitnehmer sind nun mit dem entsprechenden Equipment und zuverlässigen VPN-Zugängen ausgestattet, um von zuhause aus zu arbeiten.
Woran kann es liegen, wenn bestimmte Anwendungen einmal nicht wie erhofft funktionieren? Liegt das an unserem Netz? Michael Horn: Unabhängig von der aktuellen Corona-Situation kann es auf lokaler Ebene natürlich auch mal zu kurzzeitigen technischen Einschränkungen kommen, wenn beispielsweise geplante Arbeiten an einem Mobilfunkstandort stattfinden oder ein Ersatzteil ausgetauscht werden muss. Unsere Netztechniker sind weiterhin deutschlandweit für unsere Kunden unterwegs, um Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen und unser O2 Netz weiter konsequent auszubauen. Wir wollen unseren Kunden auch in dieser herausfordernden Zeit ein optimales Netzerlebnis bieten. Daran arbeiten wir jeden Tag. Wir sehen beispielsweise auch an dem Kundenfeedback über die Netzserviceseite auf o2online.de, dass unser O2 Netz sehr gut funktioniert und stabil läuft. Zudem müssen Einschränkungen nicht immer am Netz liegen. Wenn parallel viele Kunden auf datenintensive Inhalte eines Anbieters zugreifen, müssen die Serverkapazitäten auf der Gegenseite ebenfalls ausreichend dimensioniert sein. Sonst können Streams nicht oder nur sehr langsam geladen werden. Für die Arbeit im Homeoffice sind zudem reibungslos funktionierende VPN-Zugänge der Unternehmen entscheidend. Das nächste Wochenende steht vor der Tür. Welche Entwicklungen erwarten wir für das Wochenende (28./29.03.)? Michael Horn: Traditionell nutzen unsere Kunden am Wochenende mehr Daten über ihren Festnetzanschluss als an Werktagen. Am vergangenen Samstag haben wir in unserem IP-Netz neue Rekordwerte bei der Datenübertragung registriert. Auch an diesem Wochenende wird unser O2 Netz wieder Höchstleistungen vollbringen und dafür sorgen, dass Millionen Menschen zuhause zuverlässig TV, Filme und Serien streamen können. Wir gehen davon aus, dass die Auslastung ähnlich hoch sein wird wie am vergangenen Wochenende. Aufgrund der behördlich verschärften Ausgangsbeschränkungen werden unsere Kunden ihren Anschluss zuhause noch intensiver nutzen. Durch die reduzierte Bitrate beim Videostreaming wird sich das aber relativieren.

23. März 2020: Stabiles O2 Netz stemmt mehr Daten und Telefonate

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Unsere Netzkapazitäten sind ausreichend dimensioniert, um eine steigende Datennutzung unserer Kunden abzufangen.
Die vergangene Woche war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich: Aufgrund der Corona-Vorsorgemaßnahmen blieben die Menschen zuhause, um von dort aus dem Homeoffice zu arbeiten, Schulaufgaben zu erledigen oder die freie Zeit bestmöglich zu nutzen. Dieses grundlegend veränderte Bewegungs- und Nutzungsverhalten von Millionen Kunden war auch für das O2 Netz eine komplett neue Situation. Netzexperte Michael Horn, Head of Service Quality Management im Netzbereich von Telefónica Deutschland, zieht ein Fazit zur ersten Woche. Michael, wir blicken auf eine außergewöhnliche Woche zurück. Wie hat sich der Datenverkehr in unserem O2 Netz in der vergangenen Woche entwickelt? Michael Horn: Zum Wochenbeginn verzeichneten wir zunächst einen deutlichen Anstieg der Datennutzung im Festnetzbereich. Die Kunden waren zuhause, um aus dem Homeoffice zu arbeiten oder während der freien Zeit Filme und Serien zu streamen. Werktags haben unsere Kunden in der Zeit von 8 bis 17 Uhr deutlich mehr Daten genutzt als sonst. Das haben wir sofort in den Netzdaten gesehen. In der sogenannten „Busy Hour“ von 20 bis 21 Uhr stemmte unser Netz den meisten Traffic. Das ist jedoch auch an herkömmlichen Tagen der Fall, da sich in dieser Zeit alle Kunden von TV, Filmen und Serien unterhalten lassen wollen. Für uns war interessant zu sehen, dass sich dieser insgesamt höhere Datenverbrauch im weiteren Wochenverlauf auf einem konstanten Niveau hielt. Es gab demnach einen sichtbaren „Homeoffice-Effekt“ mit höheren Verkehrswerten, aber vorerst keine kontinuierlich steigende Datennutzung. Im Mobilfunkbereich blieb die Datennutzung in der gesamten vergangenen Woche auf unverändertem Niveau. Hier fand also eine klare Verlagerung der Aktivitäten auf das Festnetz statt. Und wie sah es mit der Datennutzung am Wochenende (21./22.03.) aus? Was habt ihr Spannendes entdeckt? Michael Horn: Am Samstag haben wir einen neuen Rekord bei der Datennutzung im Festnetz erzielt. Unser IP-Netz hat zuverlässig mehrere Terabit pro Sekunde übertragen. Grundsätzlich werden am Wochenende ja mehr Daten verbraucht als an Werktagen. Aber an diesem Wochenende haben unsere Kunden im Festnetz noch mal deutlich mehr Daten verbraucht als sonst, beispielsweise um Filme und Serien zu streamen. Im Mobilfunk sahen wir keine nennenswerten Änderungen im Vergleich zu einem normalen Wochenendtag, was die Datennutzung betrifft. Besonders interessant: Seit Sonntagmorgen scheint der Streaminganbieter Netflix wie angekündigt die Videos mit niedrigerer Bandbreite auszuliefern. Denn obwohl unsere Kunden sicherlich sowohl am Samstag als auch Sonntag gleichermaßen intensiv gestreamt haben, hat sich das Datenvolumen über Netflix deutlich reduziert.
Netflix, YouTube und Amazon Prime Video hatten die Reduzierung der Bitrate bereits Ende vergangener Woche angekündigt – als Resultat der Gespräche mit EU-Kommission und der zuständigen Telko-Regulierungsstelle BEREC. Damit sollen die Netze während der aktuellen Corona-Herausforderungen entlastet werden. Wie stehen wir dazu? Michael Horn: Aktuell sehen wir keine Probleme bei der Netzauslastung. Unsere Netzkapazitäten sind ausreichend dimensioniert, um eine steigende Datennutzung unserer Kunden abzufangen. Unsere Kunden surfen und streamen daher weiterhin uneingeschränkt im Netz. Aber wir beobachten natürlich auch die Situation in unseren europäischen Nachbarstaaten und bei anderen Netzbetreibern. Insbesondere nach behördlich verordneten Ausgangssperren ist nochmal eine deutliche Zunahme des Datenverkehrs erkennbar, was die Netzbetreiber in den Ländern vor neue Herausforderungen stellt. Vor diesem Hintergrund ist es zu begrüßen, dass bereits im Vorfeld der Austausch zwischen allen involvierten Stellen gesucht wird und eventuelle Vorkehrungen für einen reibungslosen Netzbetrieb getroffen werden – wie eben die Drosselung der Videoqualität. Oberste Priorität muss es für uns alle haben, dass wir mit unseren Netzen die Information und Kommunikation unserer Kunden sicherstellen. Das gelingt uns aktuell und perspektivisch sehr gut. Was ist Euch bei der Datennutzung in den vergangenen Tagen besonders aufgefallen? Michael Horn: In dieser herausfordernden Phase entstehen neue digitale Möglichkeiten der sozialen Vernetzung, damit wir unseren Lieblingsaktivitäten auch jederzeit aus der Ferne nachgehen können. Das finde ich großartig. Unsere Gesellschaft als Ganzes und unsere Kunden im Speziellen sind hier sehr kreativ und flexibel. Gottesdienste werden per Livestream gezeigt, weil die Menschen nicht vor Ort sein können. Gleiches gilt für Musiker und DJs, die ihre Sets insbesondere am Wochenende über Streams zur Verfügung gestellt haben. Fitness- und Yoga-Kurse werden zuhause per Skype-Videokonferenz durchgeführt oder auf YouTube eingestellt, damit wir unserem Alltag auch in den heimischen vier Wänden nachgehen können. In einer Zeit, in der wir Abstand halten müssen, sind wir diejenigen, die dafür sorgen, dass unsere Kunden „trotzdem zusammenbleiben“ – zwar nicht mehr physisch, doch aber digital über unser O2 Netz. Ich möchte dabei noch einmal ausdrücklich betonen, dass unsere Kunden alle ihre Dienste – Webbrowsing, Messaging oder Streaming – jederzeit uneingeschränkt nutzen können. Digitale Anwendungen wie WhatsApp, Facebook, Netflix, YouTube oder Skype funktionieren einwandfrei im O2 Netz. Damit unsere Kunden auch nach Verbrauch ihres inkludierten Datenvolumens jederzeit mit anderen Menschen digital vernetzt bleiben, haben wir in der vergangenen Woche die Surfgeschwindigkeit in der Drossel entsprechend angehoben. Damit ist die Grundkommunikation durchgehend sichergestellt.
Bisher haben wir vor allem über die Datennutzung gesprochen. Wie sieht es denn mit dem „persönlichen“ Kontakt unserer Kunden aus? Telefonieren unsere Kunden in der aktuellen Zeit mehr miteinander? Michael Horn: Auf jeden Fall. Die Telefonie über unser Mobilfunk- und Festnetz ist in der vergangenen Woche signifikant angestiegen und hält sich nun auf einem konstant höheren Niveau. Interessant dabei: Die durchschnittliche Dauer der Telefonate ist seit der vergangenen Woche deutlich länger als üblich. Das bedeutet: Unsere Kunden telefonieren derzeit ausgiebiger und länger miteinander. Das ist verständlich, da sie den persönlichen Kontakt mit ihren Liebsten, Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern nun beinahe ausschließlich per Telefon suchen können. Und natürlich wird die aktuelle Gesundheits- und Nachrichtenlage ein intensives Gesprächsthema sein. Eine Konsequenz der eingeschränkten Mobilität ist auch, dass wir im Mobilfunknetz signifikant weniger Handover pro Minute verzeichnen, weil sich die Kunden eben nicht von Standort zu Standort bewegen. Der Anstieg bei Telefonaten betrifft dabei nicht nur die klassische Telefonie. Teilweise verzeichnen wir anderthalb Mal so viel VoIP-Traffic. Neben der Voice over IP-Telefonie wird in dieser Zeit insbesondere die Videotelefonie immer stärker von unseren Kunden nachgefragt. Wenn sich die Menschen in dieser Zeit nicht persönlich sehen können, dann zumindest per Telefon und Videotelefonie. Ich finde es schön zu sehen, wie unser O2 Netz in dieser herausfordernden Situation einen sichtbaren und wertvollen Dienst für unsere Kunden leistet!

19. März 2020: Kunden bleiben jederzeit online und vernetzt

In den Netzdaten erkennen wir ganz klar einen „Homeoffice-Effekt“ bei unseren Kunden
Unser Netzexperte Michael Horn, Head of Service Quality Management im Netzbereich von Telefónica Deutschland, ordnet an dieser Stelle die wichtigsten Neuigkeiten für interessierte Nutzer ein. Michael, wie sieht die aktuelle Lage im Netz aus? Beobachten wir ein verändertes Nutzungsverhalten unserer Kunden? Michael Horn: Die Werte für die Telefonie und Datennutzung im O2 Netz befinden sich mit Blick auf die vergangenen Tage auf einem vergleichbaren Niveau. Wir sehen hier keine nennenswerten Änderungen zu den Vortagen. Der bereits erwähnte „Homeoffice-Effekt“ anlässlich der aktuellen Corona-Situation ist weiterhin erkennbar, da unsere Kunden von zuhause aus ihrem persönlichen und beruflichen Alltag nachgehen. Dabei können sie sich vollumfänglich auf ihr Netz verlassen: Unser O2 Netz läuft weiterhin sehr stabil. Unsere Kunden können auch in dieser für sie herausfordernden Situation jederzeit uneingeschränkt telefonieren und ihre digitalen Anwendungen nutzen. Unsere Kunden sind also stets erreichbar? Michael Horn: Genau. Und damit das unabhängig von ihren Telefonie-Flatrates und Datenpaketen auch nach Verbrauch ihres inkludierten Datenvolumens so bleibt, hat Telefónica Deutschland als erster deutscher Telekommunikationsanbieter in dieser Woche anlässlich der aktuellen Corona-Situation eine spezielle Kundenmaßnahme in die Wege geleitet, um die Grundkommunikation für unsere Kunden sicherzustellen. Durch die Anhebung der Surfgeschwindigkeit nach Verbrauch des Inklusivvolumens können unsere Kunden weiterhin uneingeschränkt mobil im Internet surfen und sich über die aktuelle Nachrichten- und Gesundheitslage informieren. Zudem können sie Messaging-Dienste wie WhatsApp nutzen, E-Mails und Dateien verschicken und natürlich per IP- und Videotelefonie mit Familie, Freunden und Geschäftspartnern in Kontakt bleiben. Uns war es als Unternehmen besonders wichtig, hier eine einheitliche, pragmatische und vor allem wirksame Lösung über alle Marken und Kundengruppen hinweg zu schaffen. Daher profitieren neben unseren O2 Privat- und Geschäftskunden auch die eigenen Endkunden unserer Zweit- und Partnermarken davon. Damit bleiben unsere Kunden auch in dieser herausfordernden Zeit jederzeit online und miteinander vernetzt.

18. März 2020: Interessanter „Homeoffice-Effekt“ im Netz sichtbar

Credits: Jörg Borm
Unser Netzexperte Michael Horn, Head of Service Quality Management im Netzbereich von Telefónica Deutschland, ordnet an dieser Stelle die wichtigsten Neuigkeiten für interessierte Nutzer ein. Michael, anlässlich der anhaltenden Corona-Ausbreitung setzen die Bundesländer zusätzliche Vorsorgemaßnahmen um, unter anderem die Schließung von Parks oder die Begrenzung der Öffnungszeiten von Cafés und Restaurants. Das hat natürlich immense Auswirkungen auf den Alltag unserer Kunden, die noch stärker auf eine Kommunikation über Mobilfunk und Festnetz angewiesen sind. Spiegelt sich diese außergewöhnliche Situation tatsächlich auch im Kundenverhalten sowie in den Netzdaten wider? Was nutzen unsere Kunden aktuell am meisten?
Michael Horn: In unseren Netzdaten erkennen wir ganz klar einen „Homeoffice-Effekt“ bei unseren Kunden: Wir beobachten in diesen Tagen eine Verlagerung und eine Zunahme der Datennutzung im Festnetz- und DSL-Bereich, insbesondere während der Arbeitszeit von 8 bis 17 Uhr. Denn durch die eingeschränkte bundesweite Mobilität halten sich unsere Kunden vorwiegend zuhause auf, um von dort zu arbeiten oder etwa ihre Kinder zu betreuen. Bei der Datennutzung in den Abendstunden sehen wir hingegen noch keinen nennenswerten Effekt im Vergleich zu früheren Tagen. Die Nutzungssituation lässt sich insgesamt mit einem Tag am Wochenende vergleichen. Lässt sich dieser „Homeoffice-Effekt“ auch bei dem Telefonieverhalten unserer Kunden nachvollziehen? Michael Horn: Im Bereich der Telefonie sehen wir aktuell die größten Anstiege, sowohl im Mobilfunk- als auch im Festnetzbereich. Aber das ist verständlich: Neben beruflichen Telefonaten aus dem Homeoffice heraus suchen unsere Kunden nun vor allem den telefonischen Servicekontakt mit Behörden, Dienstleistern und Unternehmen. Was vorher auch häufig persönlich erledigt wurde, geht aktuell nur dank mobiler Vernetzung. Aufgrund der räumlichen Distanz zueinander greifen unsere Kunden nun häufiger zum Telefon. Einige Behörden wie beispielsweise die Arbeitsagenturen haben gestern auch gegenüber Medienvertretern bestätigt, dass sie mit einem zehnfach höheren Anrufvolumen umgehen müssen. Wir können das insbesondere an den Verbindungspunkten zu anderen Betreibern und Carriern nachvollziehen – an den sogenannten Interconnections. Hier kam es teilweise zu neuen temporären Spitzenwerten. Wir haben die Entwicklungen fest im Blick und prüfen vorsichtshalber bereits mögliche technische Ausweitungen dieser Interconnections. Die Betreiber befinden sich auch untereinander in engem Austausch. Gibt es darüber hinaus noch interessante Entwicklungen? Michael Horn: Für uns ist es interessant zu sehen, dass zahlreiche Kunden derzeit mittels Voice over WiFi telefonieren. Hierbei bauen sie die Sprachverbindung ihres Smartphones über ihr WLAN auf. Der Service steht grundsätzlich Kunden aller Eigen- und Partnermarken von Telefónica Deutschland zur Verfügung. Und wie man sieht, wird er insbesondere im Homeoffice sehr stark genutzt und sehr positiv angenommen. Durch den Service verbessert sich beispielsweise die Sprachqualität, ähnlich wie bei der Telefonie über das LTE-Netz (Voice over LTE). Und wie sieht es mit der mobilen Datenentwicklung aus? Wie viel Datenvolumen nutzen unsere Kunden aktuell? Drohen hier Einschränkungen? Michael Horn: Unser O2 Netz läuft weiterhin sehr zuverlässig und stabil. Zum jetzigen Zeitpunkt sind unsere Kapazitäten sehr ausreichend dimensioniert und wir haben jede Menge Reserven. Zudem sehen wir bei der mobilen Datennutzung aktuell noch keinen nennenswerten Anstieg. Wir beobachten die Verkehrsentwicklungen kontinuierlich, sodass wir im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen ableiten können – beispielsweise wenn die Mobilität im Land weiter eingeschränkt wird und der Bedarf nach mobiler Datennutzung weiter steigt.

Von: Florian Streicher

Florian Streicher ist Pressesprecher (Senior Media Relations Manager) für Technologie- und HR-Themen bei O2 Telefónica. Er ist seit 2017 in der Kommunikationsabteilung des Unternehmens tätig, wo er sich um die kommunikativen Schwerpunkte Netzausbau, 5G, IT, Technologie-Innovationen und Personalthemen kümmert. Zuvor war er in der Kommunikationsberatung tätig.

Infos zum O2 Netzbetrieb

Michael Horn
Netzexperte Michael Horn, Head of Service Quality Management im Netzbereich von Telefónica Deutschland, ordnet auf dieser Seite aktuelle Entwicklungen und Hintergründe rund um den O2 Netzbetrieb für interessierte Nutzer ein.

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